Bei den Säugetieren gründet meist das Männchen eine eigene Familie. Zu diesen Familien gehören auch Weibchen und Jungtiere. Doch eine Familie zu gründen fordert insbesondere von ausgewachsenen Tieren eine große Verantwortung. Das Männchen muss im Vergleich zu seinen alleine lebenden Artgenossen sehr viel mehr Beute erjagen. Außerdem muss es nicht nur auf sich alleine achten, sondern seine Aufmerksamkeit auf weitere Individuen ausweiten. Für den Schutz der hilflosen Jungen muss er viel Zeit opfern.
Man muss bedenken, dass ein Tier vielen Mühen und Gefahren ausgesetzt ist, wenn es eine Familie gründet und sich später um die Familienmitglieder kümmert. Warum entscheiden sich die Tiere für den beschwerlicheren Weg?
Diese Entscheidung macht die Aussage Darwins „der Stärkste überlebt, die Schwachen werden ausgerottet und vernichtet" ungültig. Denn wie wir auf den folgenden Seiten anhand von vielen Beispielen sehen werden, werden in der Natur die Schwachen nicht unterdrückt, sondern meist von den Starken "zum Preis des Todes" geschützt.
| Wenn Pinguine auf die Jagd gehen, bleiben die Jungtiere dich beieinander. Dadurch sind sie vor der Kälte geschützt. Wie erkennen die Pinguine ihre Jungen wieder, wenn sie von der Jagd zurückkehren? Gott hat die Pinguine so erschaffen, dass sie einander an der Stimme erkennen. Daher erkennen Pinguine, die sich wie ein Ei dem anderen gleichen, ihre Jungen und Partner wieder. |
Die Säugetiere erkennen ihre Jungen im Allgemeinen am Geruch. Gleich nach der Geburt beschnuppert die Mutter ihr Junges und wird es danach bestimmt nicht mit einem anderen Jungen verwechseln.26
Eines der begabtesten Tiere auf diesem Gebiet sind die Pinguine. Diese Tiere gleichen sich wie ein Ei dem anderen und auch wenn man genau hinsieht, kann man sie so gut wie gar nicht voneinander unterscheiden. Deswegen ist es erstaunlich, dass die Pinguine ihre Familienmitglieder so problemlos auseinander halten können. Insbesondere wenn man bedenkt, dass das Weibchen ihren Partner und ihr Junges für rund 2-3 Monate verlässt um auf die Jagd zu gehen und dennoch bei der Rückkehr beide sofort wieder erkennt.
| Viele Säugetiere lecken ihre Jungen gleich nach der Geburt ab, um sie zu reinigen. Gleichzeitig prägen sie sich dabei deren Geruch ein. Daher können sie ihre Jungen jederzeit von den anderen Tieren unterscheiden. |
Die Techniken, die für den Bau eines Nests oder Baus verwendet werden, weisen für ein Lebewesen, das weder über Verstand noch Bewusstsein verfügt, eine unerwartete Perfektion auf. Auf den folgenden Seiten werden wir einige Beispiele für solche Nester und Bauten kennenlernen und es wird deutlich werden, dass die Tiere diese nicht mit ihrem eigenen Verstand entworfen haben können. Denn der Bau solcher Nester erfordert von den Tieren vorausschauende Planung. Zuerst muss das Tier die Feststellung tätigen, dass für die Eier oder die Jungen ein sicherer Platz geschaffen werden muss. Dann muss ein geeigneter Ort für das Nest oder den Bau gefunden werden, denn kein Tier würde sein Nest an einem zufälligen Ort errichten.
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Für alle Tiere ist das Überleben ihrer Jungen sehr wichtig und nach dem Legen der Eier oder der Geburt der Nachkommen gibt es nichts anderes, mit dem sie sich beschäftigen. Sie sind sehr besorgt um den Schutz ihrer Jungen. Der so genannten Beutelmeise reicht es nicht aus, ein einziges Nest zum Schutz ihrer Jungen zu bauen. In der nähren Umgebung errichtet sie noch eine Vielzahl "falscher" Nester. Dadurch versucht sie die Aufmerksamkeit von möglichen Feinden von dem eigentlichen Nest, in dem die Jungen groß werden, abzulenken. Dies ist eindeutig eine wohl geplante Täuschungstaktik, welche sich die Beutelmeise sicherlich nicht mit ihrem eigenen Verstand ausgedacht haben kann. Eine der am weitesten verbreiteten Methoden um die Jungen vor Feinden zu schützen besteht darin, das Nest mit getrockneten Blättern oder in einem buschigen Baum zu verstecken. Einige Arten verschließen als Schutz das Baumloch, hinter welchem die Mutter sich mit ihren Eiern oder Jungen befindet, mit Lehm und einer Art Mörtel, den sie aus Blättern herstellen.
Viele Vogelarten bauen, um ihre Jungen bequem groß ziehen zu können, erstaunliche und stabile Nester, indem sie Blätter, Zweige und Stängel miteinander verweben. Ein Vogel, der zum ersten Mal brüten wird, ist in der Lage ein perfektes Nest anzulegen, obwohl er bis zu diesem Tag niemals die Möglichkeit hatte dabei zuzusehen oder eigene Erfahrungen zu sammeln.
Zweifelsohne sind das alles Eigenschaften, welche die genanten Tiere nicht selber erworben haben können. Wenn dem so ist, was ist dann die Macht, die die Vögel und anderen Tiere dazu veranlasst diese makellosen Nester anzulegen? Woher erhalten die Lebewesen diese Fähigkeiten?
Es gibt noch ein weiteres Detail, was man in Bezug auf die Fähigkeiten der Tiere wissen muss: Jedes Tier verfügt von der Sekunde seiner Geburt an über das Wissen, wie seine Art die entsprechenden Nester oder Bauten anlegt. Die Vertreter einer Tierart, egal in welchem Teil der Welt sie leben, legen ihre Bauten immer gleich an. Das ist ein klarer Beweis dafür, dass die Lebewesen die Methode, nach welcher sie ihre Bauten anlegen, nicht durch Zufall erworben haben, sondern dieses Wissen und diese Fähigkeit ihnen von einer einzigen Macht verliehen worden ist. Es ist Gott, Der über unendliche Wissenschaft und Macht verfügt, Der ihnen diese Informationen und außergewöhnlichen Fähigkeiten verleiht.
| Und Gott hat euch aus Staub erschaffen, dann aus einem Samentropfen; dann machte Er euch zu zwei Geschlechtern. Und keine Frau wird schwanger oder kommt nieder ohne Sein Wissen. Und kein Betagter wird älter oder weniger alt, ohne dass es in einem Buch festgelegt wäre. Siehe, all dies ist Gott ein leichtes. (Sure al-Fatir, 11) |
| Der Schneidervogel verwendet seinen Schnabel wie eine Nähnadel und nutzt Pflanzenfasern oder Spinnennetze als Faden, um Blätter ordentlich zusammenzunähen. So entsteht ein komfortables Nest.Das Nest der Webernachtigall befindet sich zwischen zwei großen, zusammengenähten Blättern. Während der Schneidervogel seinen Schnabel wie eine Nähnadel verwendet, nutzt er Pflanzenfasern und Spinnennetze als Faden. |
Auf den folgenden Seiten sehen wir einige Beispiele für das bauliche und dekorative Geschick einiger Tiere. Insbesondere Vogeleier und Jungvögel brauchen den Schutz eines Nests. Daher inspiriert Gott die Vögel dazu Nester entsprechend dieses Bedürfnisses anzulegen.
Wie bauen die Vögel ihre wunderbaren Nester?
Vögel sind Meister im Nestbau. Jede Vogelart verfügt über ihre ganz eigene Art des Nestbaus und baut diese ohne Verfehlung oder Mängel.
Einer der wichtigsten Gründe, weshalb Vögel Nester bauen besteht darin, dass die Eier und auch die Jungen, die später daraus schlüpfen, absolut schutzlos sind. Insbesondere wenn der Muttervogel auf Nahrungssuche geht, sind die Kleinen absolut hilflos ausgeliefert. Nur wenn die Nester in Baumwipfeln, Hohlräumen, Wurzeln oder zwischen Blättern versteckt sind, erfüllen sie diese wichtige Schutzfunktion.
Außerdem ist es wichtig, dass die Nester die Brut vor Kälte schützen. Vogeljunge kommen ohne Federn zur Welt und weil sie sich kaum bewegen können, verwenden sie auch ihre Muskeln so gut wie nicht. Daher brauchen sie die Nester als Schutz vor Kälte. Insbesondere die "Webnester" sind dafür geeignet. Doch der Bau ist ziemlich mühsam und umständlich. Das Vogelweibchen verbringt viel Zeit sorgfältig das Nest zu weben. Außerdem füllt sie es mit Federn, Haaren und Blättern, um die Isolation zu verbessern.29
Für jede Tierart ist die Versorgung mit den richtigen Baumaterialien besonders wichtig. Vögel verbringen den gesamten Tag mit dem Sammeln von Nestmaterial. Ihre Schnäbel und Krallen sind so angelegt, dass sie die unterschiedlichen Materialien transportieren und verwenden können. Der Nestbau ist die Angelegenheit des Weibchens, doch das Männchen sucht den geeigneten Ort aus.
Vögel verwenden für den Bau ihrer Meisterwerke Materialien wie Schlamm, Blätter, Efeu, Federn und Papier. Die Besonderheit von Vogelnestern besteht aus den verwendeten Materialien und den angewendeten Bautechniken. Beim Bau wird darauf geachtet, dass die Werkstoffe elastisch, haltbar und fest sind. Sie müssen Druck und Zug standhalten. Durch die Verwendung unterschiedlicher Baumaterialien wird die Schutzfunktion des Baus noch gesteigert. Durch ein Gemisch aus Schlamm und Pflanzenfasern wird verhindert, dass Risse am Nest entstehen.
Vor dem Nestbau fertigen einige Vogelarten eine Art Mörtel aus dem gesammelten Material. Auch die Mauerschwalbe baut auf diese Art ihr Nest. Sie befestigt ihr Nest an Abgründen, Gebäuden oder Wänden mit Zement. Diesen Zement erhält sie auf eine ziemlich simple Art. In ihrem Schnabel sammelt sie Teile von Schlamm oder Lehm und bringen sie zur Baustelle. Sie vermischt den Schlamm mit ihrem Speichel und trägt ihn auf die Oberfläche des Abgrunds auf und formt ihn kreisförmig, wobei eine Öffnung freigelassen wird. Das Innere kleidet sie mit Gras, Moos und Federn aus. Meistens werden diese Nester unterhalb eines Felsvorsprungs gebaut, damit der Regen den Schlamm nicht aufweichen und das Nest abreißen kann.30
Einige südafrikanische Vögel (Anthoscopus) bauen spezielle zweigeteilte Nester. Der Zugang zur eigentlichen Brutkammer ist dabei versteckt. Der eigentliche Zugang zum Nest befindet sich in der Mitte. Dieses Detail ist ein Täuschungsmanöver gegen Raubtiere.31
Die amerikanische Golddrossel legt ihr Nest in der Nähe einer Wildbienenpopulation an. Denn diese Bienen lassen Schlangen, Affen, Schwarze Papageien und insbesondere eine für diese Vogelart tödliche Mückenart nicht in die Nähe ihrer Bienenstöcke.32 Daher sind auch die Jungen der Golddrossel vor dieser Gefahr beschützt.
| Dank der Inspiration, die Gott ihnen verleiht, schaffen sich die Webervögel großartige Nester: Oben und Rechts sieht man den Webervogel, während er sein Nest anlegt. Zuerst fertigt der Vogel lange dünne Streifen aus Blättern. Dann hält er mit dem einen Fuss das Ende dieses Streifens am Ast fest, am anderen Ende beginnt er mit seinem Schnabel den Nestbau. Wie man auf den Bildern erkennt, verwendet er dabei seinen Schnabel wie ein Weberschiffchen und zieht die Fasern der Reihe nach über- und untereinander durch. Auf dem Bild links sehen wir einen Webervogel, dessen Nestbau fast abgeschlossen ist. |
| Der Rußsegler legt seine Nester auf Felsen hinter einem Wasserfall an, wo kein Lebewesen seinen Jungen jemals zu nahe kommen kann. |
Eine andere Art des Webervogels baut unter Berücksichtigung des Regens sehr stabile Nester, deren Decke „regendicht” ist. Dieser Vogel produziert einen speziellen Lehm, indem er Pflanzenfasern mit einem besonderen Sekret in seinem Schnabel vermischt. Durch dieses Sekret werden die Fasern besonders biegsam und wasserabweisend und sind daher ein ideales Verputzungsmaterial.
Bis der Nestbau abgeschlossen ist, müssen die Webervögel immer wieder diese Tätigkeit durchführen und es ist schier unmöglich zu behaupten, dass sie diese Fähigkeit durch Zufall oder unbewusst erlangt haben. Diese Vögel arbeiten während des Nestbaus – ohne Probleme - gleichzeitig als Architekt, Bauingenieur und Baustellenleiter.
Ein weiteres interessantes Beispiel für Nestbauten liefert ein Verwandter des Webervogels, der in Afrika beheimatet ist. Diese Vögel errichten sehr komplizierte Wohnkomplexe in der Art von Apartmenthäusern. Die Höhe dieser Nester beträgt drei Meter, die Breite vier Meter und Fünfzig. Im Inneren finden rund 300 Vogelpärchen Unterkunft.37
Warum bevorzugen es diese Vögel so komplizierte Bauten anzulegen, wenn sie auch ein einfaches Nest errichten könnten? Kann man es mit Zufall erklären, dass diese Vögel so ausgesprochen komplizierte Bauten anlegen? Selbstverständlich kann man das nicht. So wie jedes Tier in der Natur, folgen auch diese Vögel der Inspiration, die ihnen von Gott gegeben wird.
Schwalbennester:
Einige Vögel verstecken ihre Nester unterirdisch. Die Strandschwalbe gräbt zum Beispiel die die Erddämme entlang der Uferlinie lange Tunnel. Deren Öffnung ist nach Oben geneigt, was verhindert, dass sie bei Regen überflutet werden. Am Ende jedes einzelnen Tunnels befindet sich eine mit Graus und Federn gepolsterte Kammer.38
Die in Südamerika beheimateten Rußsegler bauen ihre Nester in Felswände hinter Wasserfällen. Doch hinter einen Wasserfall zu gelangen ist für einen Vogel nahezu ein Ding der Unmöglichkeit. Für Raubvögel, Reiher, Möwen oder Krähen stellt dies ein Ding der Unmöglichkeit dar. Eigentlich würde man erwarten, dass ein Vogel von den tonnenschweren Wassern, die einen Wasserfall herabfallen in der Luft zerrissen wird. Doch diese Schwalben sind sehr klein und können so schnell fliegen, dass sie den Wasserfall wie ein Pfeil durchqueren und auf die andere Seite gelangen. Für Vögel und deren Eier ist dies ein ausgesprochen sicherer Ort, denn kein anderes Tier wird versuchen auf die Rückseite des Wasserfalls zu gelangen.
Das Sammeln von Material für den Nestbau stellt für die Schwalben ein Problem dar. Ihre Beine sind so klein, dass sie mit den Füßen nicht wie andere Vögel Material vom Boden aufsammeln können. Stattdessen sammeln sie aus der Luft Federn, trockene Blätter und ähnliches und mit Hilfe eines klebrigen Sekrets befestigen sie diese auf den Felsen.39
Eine Schwalbenart, die am Indischen Ozean beheimatet ist, baut ihre Nester in Höhlen. Mit jeder Welle wird deren Eingang verschlossen. Daher warten sie vor dem Betreten der Höhle auf einer schaumige Welle ab, dass sich die Wellen zurückziehen und fliegen dann ohne viel Bewegung in das Innere der Höhle. Bevor die Schwalbe in der Höhle ihr Nest anlegt, kontrolliert sie mit einem Blick an die Höhlenwand, wie hoch das Wasser steigt und stellt fest, welches der höchste Punkt ist, den das Wasser erreichen kann. Und ihr Nest legt sie an einem Ort an, der vom Wasser nicht erreicht wird.40
Der in Afrika beheimatete langbeinige Sekretärvogel schützt sich vor seinen Feinden, indem er sein Nest in hohen und dornigen Bäumen anlegt. Im Südwesten Amerikas lebt eine Spechtart, die ihr Nest in einem Loch auf der Spitze der stacheligen Kakteen errichtet.41 Der Sumpfzaunkönig legt Nester zur Täuschung an. Während der weibliche Sumpfzaunkönig für seine Jungen ein Nest anlegt, läuft das Männchen schnell durch die Sumpflandschaft und legt einige falsche Nester an, um die Aufmerksamkeit von der eigentlichen Brutstätte abzulenken.42
| Albatrosse legen sehr sorgfältige Nester an, um ihre Gelege und Brut zu schützen. Wochen bevor das Weibchen am Paarungsort ankommt, begibt sich das Männchen dorthin um das Nest zu flicken. |
| Eine Kröte, die ihre Eier wochenlang auf ihrem Rücken transportiert. |
| (Unten) Viele Vögel leben in dichten Schwärmen. Auf das Gebiet, das auf dem Foto unten zu sehen ist, kommen etwa 70 Eier pro Quadratmeter. Dennoch würden die Vögel ihre Eier oder ihre Jungen niemals verlieren und wenn sie von der Jagd zurückkehren, finden sie sie sofort wieder. |
| Der kleine Regenpfeifer (oben) taucht seine Brustfedern in Wasser und setzt sich so auf sein Gelege, um die Eier bei Hitze zu kühlen. Dadurch haben die Eier immer eine geeignete Temperatur. Der Albatros (links unten) und die Schwalbe (rechts unten) befriedigen während des Brütens alle Bedürfnisse, die ihre Eier haben. Wie diese Beispiele zeigen, sind Vögel sehr sorgsam mit ihren Eiern. Sehr sorgsam errichten sie Nester um die Eier zu schützen, und mit derselben Sorge würden sie ihre Jungen nicht für einen kurzen Moment alleine lassen. Ohne Zweifel ist es der Behüter und Beschützer Gott, der ihnen die Inspiration für den Schutzinstinkt verliehen hat. |
| Die aufopferungsvolle Hummel |
Der Nektar, der nicht als Nahrung verwendet wird, wird nicht weggeworfen. Er wird getrocknet und für die Ausbesserung der Kammer verwendet, falls Teile sich gelöst haben oder als Isolation. Die Königin ernährt sich von Nektar und nach einiger Zeit beginnt sie Wachs auszuscheiden. Aus dem gesammelten Blütenstaub formt sie kleine Bällchen und legt darauf je acht oder 16 Eier ab, aus denen die ersten Arbeiter entstehen werden. Die Umgebung der Eier schließt sie fest mit Blütenstaub ab.
Die neuen Eier legt sie nicht irgendwie auf den Bällchen ab, sondern in sorgfältig ausgesuchter Form und einer bestimmten Symmetrie folgend. Doch es ist wichtig, dass sich die Jungen bis zur Geburt und auch danach ernähren können. Daher formt die junge Königin aus Wachs Honigschüsseln und füllt diese mit Nektar auf. Nach einer Brutzeit von vier bis fünf Tagen schlüpfen die Jungen und beginnen sich von den für sie vorbereiteten Blütenpollen und Nektar zu ernähren.
Man möge beachten, dass das Lebewesen, welches den Nektar gleichzeitig wie ein Bauarbeiter als Material verwendet und ihn ebenfalls dazu benutzt, um die Individuen für eine neue Kolonie gesund großzuziehen, weder Verstand noch Bewusstsein haben. Es handelt sich um eine kleine Hummel, die nur wenige Zentimeter groß ist. Die erste Frage, die sich aufdrängt ist, warum die Königin sich so aufopfert. Denn der Königin entsteht keinerlei Vorteil, wenn sie die Neugeborenen ernährt. Noch dazu ist sie gezwungen die Kolonie, die sie mit viel Mühen errichtet hat, zu verlassen, wenn eine neue Königin geboren wird. Daher gibt es nur einen einzigen Grund, warum sie sich in so fieberhafte Arbeiten stürzt, um sorgfältig eine neue Generation zu gründen: So wie alle anderen Lebewesen auch folgt die Hummel der Eingebung Gottes, wenn sie so viel Sorgfalt aufwendet und eine neue Generation ins Leben ruft. Kein Lebewesen ist so egoistisch und wild bemüht am Leben zu bleiben, wie die Evolutionisten es behaupten.45
Dieser Bau besteht aus einem rund zwei Meter langen Tunnel und einem Bereich, der rund einen halben Meter Durchmesser umfasst. Die Höhe beträgt rund einen halben Meter. Doch das ist keine aus ein paar Arbeitsgängen gebaute Unterkunft. In einer Umgebung, wo alles mit Eis und Schnee bedeckt ist, wird dieser Unterschlupf sehr professionell ausgegraben und alle nötigen Finessen eingebaut, welche die Jungen für das Überleben benötigen.
Die Höhlen haben normalerweise mehr als ein Zimmer, die höher sind als der Eingangsbereich. Dadurch kann die warme Luft nicht durch den Eingang entweichen.
Über dem Bau und dem Eingang befindet sich den gesamten Winter über eine Schneeschicht. Der Eisbär lässt in dieser Schneeschicht nur eine kleine Öffnung frei, über die die Luftzufuhr gesichert ist.46
Die Bärenmutter legt die Decke in einer Breite zwischen 75 cm bis 2 Metern an. Das sorgt für eine gute Isolation. Die bestehende Wärme innerhalb des Baus bleibt erhalten. So bleibt die Temperatur im Inneren stabil.47
Der Forscher Paul Watts von der Osloer Universität in Norwegen hat bei Messungen im Inneren dieser Höhlen eine erstaunliche Feststellung gemacht. Während der langfristig angelegten Messdauer ist die Temperatur im Inneren niemals unter zwei bis drei Grad gefallen, auch wenn die Außentemperaturen bis minus 30 Grad fielen. Es erstaunt die Wissenschaftler, woher die Eisbärenmutter wissen kann, dass die Schneedicke mit der Isolation im Zusammenhang steht. Die Mutter richtet diesen warmen und sicheren Bau entsprechend ihrer Energieeinlagen und des Fettdepots und entsprechend des Winterschlafes ein.
Doch es gibt noch eine viel interessantere Tatsache. Wenn die Eisbärenmutter in den Winterschlaf geht, fällt ihr Stoffwechsel, damit sie weniger Energie verbrennt und sie die Jungen besser ernähren kann. Sieben Monate lang wird das Fett in Proteine umgewandelt und die Jungen können so ernährt werden. Daher muss sie sich sieben Monate nicht ernähren. Der Herzschlag verringert sich von 70 Schlägen auf acht und der Stoffwechsel wird verlangsamt. In dieser Phase hat sie keine natürlichen Bedürfnisse und muss auch keine Nahrung zu sich nehmen. So hat sie kaum Energie verbraucht, wenn die Jungen zur Welt kommen.
| Das Nest, welches ein Krokodilweibchen für seine Eier angelegt hat. |
Der Smith Frosch setzt sich in dieses Becken und wartet, bis er durch seinen Paarungsruf die Aufmerksamkeit eines Weibchens auf sich gezogen hat. Das Froschweibchen, das durch den Ruf angelockt wird, legt seine Eier in dem mit Wasser gefüllten Bau ab, das Männchen befruchtet diese und beide bewachen die Eier, bis die Jungen schlüpfen. In dem Wasserbecken können sich die jungen Kaulquappen geschützt vor Fischen oder Käfern frei bewegen. Wenn sie herangewachsen sind, klettern sie über die Mauern dieses liebevoll gestalteten „Kinderzimmers" nach draußen.49
| Fische sind nicht für den Nestbau bekannt. Doch viele Fischarten bereiten für ihre Eier und Larven spezielle Nester. Doch damit ist noch nicht genug, sie halten auch über dem Gelege Wache. Oben sieht man ein aus Kieseln und Muscheln gefertigtes Fischnest mit Larven. |
Kann man also ein solches Verhalten, das Verstand und Fähigkeiten fordert, von einem Tier erwarten, wenn man es nicht mal von einem Menschen erwarten würde? Viele Tiere, deren Beispiele wir auf den vorherigen Seiten gesehen haben, verfügen nicht mal über ein Gehirn, ja nicht mal über ein gut ausgebildetes Nervensystem. Doch wenn sie ihre Nester anlegen, dann machen sie Pläne und Berechnungen, wenden physikalische Gesetze an oder verwenden Techniken wie Weben oder Nähen. Und sie finden noch dazu die Lösung, die für sie selbst und ihre Jungen am praktischsten ist. Auf natürlichen und einfachen Wegen beschaffen sie sich Mörtel und sogar die Isolation wird mit anspruchslosesten Materialen hergestellt. Kann ein Vogel oder ein Eisbär wissen, was Isolation bedeutet? Oder kann er begreifen, dass er sein Nest heizen muss? Es ist offensichtlich, dass keine dieser Besonderheiten ihren Ursprung in den Tieren selbst hat. Aber woher haben dann all diese Lebewesen ihre Fähigkeiten?
Außerdem arbeiten diese Tiere alle mit viel Sorgfalt und Geduld, wenn sie ihre Nester anlegen. Häufig leben sie jedoch nicht selber dort, sondern nur ihren Jungen.
Es gibt nur eine mögliche Erklärung für die Quelle des Verstandes, Wissens und Sorgfalt, die im tierischen Verhalten zu beobachten sind: das sind alles Besonderheiten, die ihnen von Gott eingegeben sind. Gott hat diese Tiere opferbereit und fleißig erschaffen, damit sie ihre Art aufrechterhalten können und ihnen die Eingebung gegeben, wie sie sich schützen, jagen, ernähren und vermehren können. Es ist der unendlich gütige und barmherzige Gott, Der sie ihre Nester anlegen und zu diesem Zweck perfekte Pläne machen lässt und Der sie schützt und ihnen Unterschlupf gewährt. Weder "Mutter Natur" noch der Zufall, wie es die Evolutionisten behaupten, kann die Lebewesen so programmieren, dass sie diese höchst komplizierten Nester anlegen könnten. Alle Lebewesen zeigen diese unterwarteten Verhaltensweisen, weil sie der Eingebung ihres Schöpfers folgen.
Gott spricht im Quran "Baue dir Wohnungen in den Bergen, in den Bäumen und in dem, was sie (dafür) erbauen.” " (Sure an-Nahl, 68) und offenbart dort, dass er auch der Honigbiene Inspiration dafür war, wo sie ihr Nest bauen soll. Nicht nur den Honigbienen, sondern allen Lebewesen gibt Gott die Inspiration, wo, mit welchen Materialien und mit welcher Technik sie ihre Nester errichten sollen.
Eigentlich dient jedes dieser Opfer einem wichtigen Ziel: Die Fortsetzung der Art… Die schwachen und schutzlosen Jungen können nur überleben, wenn sie von den Erwachsenen und Starken geschützt werden. Die Überlebenschance eines Vogeleis, das bei der Geburt ausgesetzt oder Verlassen wird, geht gegen Null. Doch alle Lebewesen nehmen ohne jede Faulheit, Überdruss oder Zurückhaltung die Sorge um die schutzlosen Jungen auf sich. Jedes einzelne erfüllt die Aufgabe, die Gott ihnen aufgetragen hat.
Ein weiterer interessanter Punkt ist folgender: Die Lebewesen, die ihren Jungen oder Eiern die sorgfältigste Pflege und Schutz zukommen lassen, sind die, welche am wenigsten Junge produzieren. Vögel beispielsweise produzieren nur einige wenige Eier pro Jahr und kümmern sich um diese sehr sorgfältig. Genauso haben Säugetiere meist nur ein oder zwei Nachkommen und versorgen und schützen diese über einen langen Zeitraum. Doch einige Fisch und Käfer, die tausende Eier pro Mal legen oder einige Tiere, die mehrmals pro Jahr werfen, so wie Mäuse zum Beispiel, weisen nicht dieselbe Sorgfalt bei der Aufzucht der Brut und der Nachkommen auf. Doch weil so viele Nachkommen produziert werden, ist der Fortbestand der Art auch dann gesichert, wenn einige eingehen. Anderenfalls, wenn also bei sehr vielen Nachkommen mit viel Hingabe jedes einzelne am Leben erhalten werden würde, würde das ökologische Gleichgewicht der Erde gestört werden. Wenn dies beispielsweise im Bezug auf die Felsmaus zutreffen würde, so hätten sie so viel Produzieren können, dass sie sich über die gesamte Welt ausgebreitet hätten.51 Zweifelsohne ist die Reproduktion ein wichtiger Faktor für das ökologische Gleichgewicht und dennoch ist es unmöglich, dass diese Tiere ihn überprüfen und bewusst kontrollieren können.
Keines dieser Lebewesen verfügt über Bewusstsein. Deswegen können sie sich weder ausrechnen, dass sie sich für den Fortbestand ihrer Art reproduzieren müssen, noch kann man von ihnen erwarten, dass sie bei der Reproduktion in Harmonie mit dem ökologischen Gleichgewicht sind. Das ökologische Gleichgewicht muss dergestalt geschützt werden, dass jedes einzelne Lebewesen die ihm aufgetragene Verantwortung lückenlos und sorgfältig erfüllen kann. Dies ist ein eindeutiges Zeichen dafür, dass sich jedes einzelne unter der Kontrolle einer einzigen Macht befindet. Kein Lebewesen in der Natur ist auf sich gestellt und ohne Kontrolle. Sie alle handeln in Respekt zu Gott.
Gott offenbart uns im Quran, dass kein Lebewesen sich ohne Seine Erlaubnis fortpflanzen kann und dass Er selber über Tot und Leben eines jeden Lebewesens entscheidet.
Gott weiß, was jedes weibliche Wesen (im Schoße) trägt, und um was sich die Schwangerschaft verkürzt oder verlängert. Und jedes Ding hat bei Ihm sein Maß und Ziel. (Sure ar-Ra’d, 8)… Und keine Früchte kommen aus ihren Schalen heraus, und keine Frau wird schwanger und kommt nieder, außer mit Seinem Wissen.… (Sure Fussilat, 47)Gottes ist das Reich der Himmel und der Erde. Er erschafft, was Er will. Er schenkt Mädchen, wem Er will, und schenkt Jungen, wem Er will. Oder Er gibt ihnen beides, Jungen und Mädchen. Und Er macht unfruchtbar, wen Er will. Er ist fürwahr wissend und mächtig. (Sure asch-Schura, 49-50)
| Die Python ist ihrem Nachwuchs gegenüber sehr zärtlich, auch wenn alle anderen Lebewesen sich vor ihr fürchten. |
Ebenfalls interessant sind Fische, die ihre Jungen im Maul transportieren. Diese Fischart wird als „Maulbrüter” bezeichnet. Einige tragen ihre Jungen auch nach dem Schlüpfen weiter in ihren Mäulern. Der Katzenfisch transportiert seine Eier, die so groß sind wie kleine Murmeln, wochenlang auf diese Art. Manchmal schütteln sie die Eier, um ihnen so Sauerstoff zukommen zu lassen. Nach dem Schlüpfen bleiben die Jungfische noch einige Wochen im Maul des Vaters. In dieser Zeit zehrt das Männchen von seinem eigenen Körperfett und nimmt so gut wie keine Nahrung zu sich.53
Eine andere Tierart, welche ihre Jungen und Eier im Maul trägt, sind die Kröten. Die Rhinodermakröte zum Beispiel trägt die Eier in ihrem Körper. Zur Paarungszeit legen die Weibchen ihre Eier auf der Erde ab und die Männchen rotten sich zusammen, um die Eier zu schützen. Wenn die Eier zum Schlüpfen bereit sind, beginnen die Kaulquappen darin sich zu regen und zu bewegen. Wenn die mit einer geleeartigen Masse überzogenen Eier beginnen zu zittern, springen die Männchen auf und versuchen so viele davon wie möglich in ihr Maul zu nehmen. Die Eier werden in den aufgeblähten Stimmsack gelegt und dort entwickeln sich später auch die Jungen. Eines Tages schluckt der Kröte hintereinander ein paar Mal auf und gähnt plötzlich. Während dieses Gähnens schlüpfen die voll entwickelten Jungtiere aus dem Maul.54
| (Unten) Viele Vögel leben in dichten Schwärmen. Auf das Gebiet, das auf dem Foto unten zu sehen ist, kommen etwa 70 Eier pro Quadratmeter. Dennoch würden die Vögel ihre Eier oder ihre Jungen niemals verlieren und wenn sie von der Jagd zurückkehren, finden sie sie sofort wieder. |
Die in Europa beheimatete Geburtshelferkröte verbringt die meiste Zeit ihres Lebens an Land, in Erdlöchern, die nicht weit vom Wasser entfernt sind. Die Paarung findet ebenfalls auf dem Land statt. Nachdem das Weibchen ihre Eier gelegt hat, werden diese vom Männchen befruchtet. Nach einer halben Stunde klebt das Männchen diese aneinander, als würde er sie auf einen Faden aufreihen. Dann klebt er sie an seinen eigenen Hinterbeinen fest. Für die nächsten Wochen trägt er die Eier so immer mit sich. Am Ende, wenn für die Eier die Zeit des Schlüpfens gekommen ist, springt er ins Wasser. Er hält seine Hinterbeine so lange unter Wasser, bis alle Eier, die dort festkleben, abgegangen sind. Dann kehrt in zu seinem Erdloch auf dem Land zurück.57
Es gibt einen wichtigen Punkt, den man bei diesen Beispielen nicht aus dem Auge verlieren sollte. Das genannte Verhalten und die physischen Besonderheiten der Kröte passen genau zusammen. Eine der Kröten hat einen speziellen Sack für die Eier. Es ist nicht möglich, dass die Kröte von dieser Besonderheit in ihrem Inneren weiß. Aber sie verschluckt ihre Eier ganz so, als würde sie es wissen. Die andere Krötenart kann nicht wissen, dass die Magensäure den Eiern schadet und ist ein Lebewesen, das nicht die geistigen Fähigkeiten hat so weit zu denken, dass sie die Produktion dieses Sekretes einstellen muss. Selbst wenn wir einräumen würden, dass das denkbar wäre, so könnte doch kein Lebewesen aus eigener Kraft heraus die Säuren in seinem Magen aufhalten. Die nächste weist eine unvergleichliche Besonderheit auf, damit sie ihre Jungen auf dem Rücken transportieren kann. Sowohl die körperlichen Eigenschaften als auch die Verhaltensweisen sind so kompliziert, dass sie keinesfalls als ein Ergebnis des Zufalls entstanden sein können.
Sie verfügen alle über einen Plan und einen Entwurf. Es ist offensichtlich, dass die Besonderheiten im Körperbau und Verhalten und deren Abstimmung von Gott geschaffen wurden, Der über eine höhere Intelligenz und Wissenschaft verfügt. Jedes Jungtier steht unter dem liebevollen und barmherzigen Schutz Gottes.
| Die einzige Tierart, bei der das Männchen die Jungen austrägt, ist das Seepferdchen. Wochenlang trägt das Seepferdchenmännchen die Eier in einem Bauchsack, wie man auf dem Bild unten sehen kann. |
Eigentlich bemühen sich die meisten eierlegenden Tiere darum, die Umgebungstemperatur passend zu gestalten. Der Haubentaucher baut sein Nest aus Moos, das er auf der Wasseroberfläche findet und damit deckt er das Nest auch ab. Dadurch haben die Eier keinen Wärmeverlust.60
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Die Temperatur im Nest ist bei allen Tierarten für die Entwicklung der Eier sehr wichtig. Es ist ausgesprochen spannend, dass die Tiere in diesem Zusammenhang so aufmerksam sind und verschiedene Techniken anwenden, um die Temperatur zu regulieren. Denn ein Vogel, eine Schlange oder eine Ameise kann nicht wissen, dass die Temperatur wichtig ist und sich dementsprechend auch keine Methoden ausdenken, um die Temperatur zu regulieren. Eine Existenz außerhalb dieser Kreaturen muss über dieses Wissen verfügen. Gott, der Schöpfer allen Seins, zeigt dem „denkenden Menschen” Seine nicht enden wollende Inspiration, indem Er die Lebewesen so unterschiedlich gestaltet.
| Die Kanincheneule Viele Vögel verwenden unterschiedliche Methoden, um ihre Eier vor Gefahren zu schützen. Die Kanincheneule (Athene Cunicularia) ist ein Nachtvogel und legt ein drei Meter tiefes unterirdisches Nest an, wo sie sechs bis 12 Eier legt. Das Männchen hilft dem Weibchen während der Nistzeit. Beide Vögel halten am Eingang des Nests gegen alle möglichen Gefahren Wache. Wenn ein Greifvogel versucht in das Nest einzudringen, imitiert einer der beiden Vögel perfekt das Zischen einer Schlange und verjagt damit den Angreifer. |
| Jedes Jahr zur Brutzeit legen Königspinguine einen kilometerlangen Weg zurück, um zu ihren Nistplätzen zu gelangen. |
Allerdings ist es eine Brutphase, die schwieriger ist und mehr Geduld erfordert, als bei anderen Vögeln. Der Pinguin darf seine Eier nicht mal für einen Moment von seinen Füßen nehmen. Deswegen bleibt ihm so gut wie kein Bewegungsspielraum. Er kann sich nur ein paar Meter bewegen, indem er seine Füße auf dem Boden schleifen lässt. Er verwendet seinen kurzen Schwanz wie einen dritten Fuß und entspannt sich, indem er sich auf die Ferse stellt. Dabei rollt er die Zehen nach Oben, damit die Eier nicht das Eis berühren und erfrieren. Die gefiederten Füße des Pinguins sind 80 Grad wärmer als die Außentemperatur und daher bekommen die Eier die eisige Kälte sicher nicht zu spüren.
Mit fortschreiten des Winters kommen starke Schneestürme, die eine Windgeschwindigkeit zwischen 120 - 160 km pro Stunde erreichen. Während dieser tödlichen Winterzeit bringen die Pinguinmännchen eine unvergleichliche Opferbereitschaft auf, wenn sie monatelang ohne Nahrung und ohne sich zu bewegen ihre Eier ausbrüten. Um bei den eisigen Temperaturen nicht zu erfrieren, rücken die Tiere näher zusammen. Um die Kälte abzuschotten drücken sie ihre Schnäbel an die Brust. Ihr Nacken wir so ganz gerade und zwischen den eng aneinander gedrückten Pinguinen ist keine Lücke mehr, es bildet sich eine Wand aus Federn. Diejenigen, die an der Außenfront dieses Ringes bleiben, bekommen die Härte des Nordpols zu spüren. Doch das dauert nicht lange, denn sie wechseln beständig ihren Ort und kehren so regelmäßig in das Innere des Rings zurück. So wechseln sie einander ab. Keiner von ihnen würde versuchen, sich darum zu drücken, im äußeren Ring zu stehen. Es ist äußerst erstaunlich, dass es zwischen tausenden Pinguinen nie zum Streit kommt und sie auch unter schwersten Bedingungen zusammenleben und zusammenhalten. In solch einer Umgebung, in der selbst Menschen, die über Bewusstsein und Verstand verfügen, miteinander in Konflikt geraten können, ist es um so bemerkenswerter, dass sich die Pinguine der Situation angepasst, feinfühlig und opferbereit verhalten. Die Tatsache, dass die Pinguine trotz der erschwerten Bedingungen ihre Eier nicht im Stich lassen, bringt die Evolutionstheorie mitsamt ihrer Aussage, dass „die Schwächsten ausgerottet und vernichtet werden “ zum Einsturz. Denn die Natur ist kein Kriegsschauplatz an dem die Schwachen unterdrückt werden, sondern vielmehr bemühen sich die Starken die Schwachen auch unter erschwerten Bedingungen zu schützen und ihnen zu helfen.
Nach 60 Tagen dieser schweren Zeit schlüpfen die Jungen aus den Eiern. Die Pinguinmännchen haben dann 60 Tage ohne Nahrung zu sich zu nehmen der Kälte getrotzt und dennoch denken sie nicht an sich, sondern an ihre Jungen. Die Neugeborenen brauchen Nahrung. Das Pinguinmännchen bringt aus seinem Schlund Milch hervor und gibt diese, auch wenn es nur eine geringe Menge ist, den Jungen zu trinken. Und genau in dieser kritischen Phase kommen die Weibchen zurück. Die Weibchen rufen ihre Männchen und diese geben ihnen Antwort. Die Pärchen erkennen sich an ihren Stimmen wieder, die sie sich während der Paarungszeit eingeprägt haben. Obwohl sie drei Monate lang getrennt waren, erkennen sie sich an ihren Stimmen wieder. Diese Besonderheit hat Gott ihnen verliehen.
Der Rachen des Weibchens ist bis oben mit Nahrung angefüllt. Diesen Nahrungsvorrat schüttet sie vor dem Jungen aus und dieses nimmt zum ersten Mal feste Nahrung zu sich. Man könnte sich vorstellen, dass das Männchen sofort verschwindet und sich um sich selber kümmert, wenn das Weibchen zurückgekehrt ist. Doch dem ist nicht so. Noch zehn weitere Tage kümmert er sich um die Jungen. Weiterhin hält er es schützend auf seinem Fuß. Später, nach einer Hungerfrist von ungefähr vier Monaten, kehrt er zum Meer zurück, um seine erste Nahrung aufzunehmen.
Nach drei bis vier Wochen kommt das Männchen zurück und übernimmt erneut die Sorge um die Kleinen. Diesmal geht erneut das Weibchen zum Jagen ans Meer.
Gott gibt den Pinguinen die Eingebung, dass sie sich die Aufzucht der Brut aufteilen, den Tod und schwerste Bedingungen immer vor Augen halten, die Jungen beschützen und egal was passiert sie nicht eine Sekunde alleine zu lassen. Von einem Tier, das weder Bewusstsein noch Verstand hat würde man erwarten, dass es unter diesen Bedingungen seine Jungen nach ein paar Stunden verlassen würde und sich selber in Sicherheit bringen. Doch dank dem Beschützerinstinkt, den Gott ihnen geschenkt hat, harren sie nicht nur Stunden oder Tage, sondern Monate lang aus, um ihr Gelege zu beschützen.
DESSEN MÄNNCHEN TRÄCHTIG WIRD: SEEPFERDCHEN
Diese Fische, die dank der Inspiration Gottes handeln, suchen sich für ihren Landgang einen Zeitpunkt, der die besten Voraussetzungen dafür bietet. Der Priesterfisch wartet auf den Vollmond, um seine Eier im Sand zu vergraben. Denn bei Vollmond steigen die Wellen an und bedecken den ganzen Sand. Der Priesterfisch nutzt den rund drei Stunden andauernden Aufstieg der Wellen und wirft sich in die höchste Welle, um den Strand zu erreichen. Die Priesterfischweibchen, die auf diese Art das Land erreichen, schaffen es indem sie sich meisterlich auf dem Sand rollen, innerhalb dieser kurzen Zeit ihre Eier in rund fünf Zentimeter tiefen Löchern abzulaichen.
Aber damit ist die Gefahr noch nicht vorüber. Wenn sie den Zeitpunkt verpassen, um ins Wasser zurückzukehren, müssen sie das mit ihrem Leben büßen. Die Fische bringen also ein großes Opfer, da sie ein solches Risiko eingehen, um den Eiern die besten Voraussetzungen zu geben. Gleichzeitig gehen sie sehr intelligent vor.68
Wenn man über die Gefahren und das intelligente Verhalten, welches der Priesterfisch an den Tag legt, nachdenkt, wird offensichtlich, dass hinter diesem Fisch eine bewusste und intelligente Kraft stehen muss. Obwohl es hunderte von einfachen Methoden zum Laichen der Eier gibt, bevorzugt dieser Fisch seine Eier im Sand zu vergraben. Nehmen wir einmal an, dass dieser Fisch tatsächlich seine Eier aufgrund einer zufällig entstandenen Gewohnheit im Sand vergräbt, so wie die Evolutionstheorie es behauptet. Was würde dann passieren? Der Fisch würde bereits am Anfang seiner Bemühungen die Eier im Sand zu vergraben eingehen, nämlich sobald er an Land kommt. Denn er hätte sicherlich nicht die Möglichkeit durch Versuche herauszufinden, wann der beste Zeitpunkt für sein Vorhaben ist und daher wäre der Fortbestand der Art auch nicht mehr gesichert. Es ist offensichtlich, dass Gott den Priesterfisch so geschaffen hat, dass dieser seine Eier im Sand ablegt. Er ist es auch, Der dem Fisch zeigt, wann der beste Zeitpunkt ist und sichert so dessen Fortpflanzung und Überleben.
Die Cichliden sorgen durch ihre Bemühungen auch dafür, dass die Eier rein bleiben. Deswegen fressen sie nicht befruchteten Eier, damit diese keine Krankheiten auf die befruchteten übertragen können. Später werden die Eier weggebracht und in Sandlöchern abgelegt. Für den Transport werden jeweils ein paar Eier ins Maul genommen. Während einer der Fische zum Loch schwimmt, hält der andere Wache. Dieser Vorgang wird wiederholt. Während die Jungen aus ihren Eiern schlüpfen, werden sie von ihren Eltern bewacht. Normalerweise bleiben die frisch geschlüpften Jungen dicht beieinander. Wenn sich dennoch eines aus der Gruppe entfernt, trägt eines der Eltern es im Maul zu den Anderen zurück.73
Aber die Cichliden sind nicht die einzigen Lebewesen, die so auf Sauberkeit bedacht sind. Das Tausendfüsslerweibchen zum Beispiel leckt ihre Eier regelmäßig ab, damit sie nicht von Pilzen befallen werden. Dann rollt sie sich um die Eier herum, um die Jungen, bis sie schlüpfen, vor Feinden zu verteidigen.74
Krakenweibchen legen ihre Eier in eine Felsspalte und beobachten sie ständig. Mit ihren Armen putzt sie die Eier und spült sie mit sauberem Wasser ab.75
| | Das Weibchen des Süßwasserblennius legt seine Eier in Felsspalten oder im Inneren von Flaschen auf dem Meeresgrund. Dann beginnt das Männchen, über den Eiern Wache zu schieben. Indem der Fisch mit der Schwanzflosse wedelt, sorgt er für eine Strömung in der Umgebung der Eier damit sie ausreichend mit Sauerstoff versorgt sind. |
| Die ersten fünf Jahre ihres Lebens verbringen Lachse im offenen Meer. In dieser Zeit bilden sie ihre Muskeln aus, legen Fettreserven an und streifen umher, bis sie sich zu einem kräftigen Fisch entwickelt haben. Am Ende dieser fünf Jahre, wenn sie ausgewachsen sind, brauchen die Lachse jede einzelne Kalorie, die sie in ihrem Körper eingelagert haben. Denn sie müssen in die Süßwassergebiete zurückkehren, in denen sie geboren wurden und dort laichen. Lachse nehmen eine sehr lange Reise in Kauf, um ihre Laichgründe zu erreichen. Und während dieser Reise schwimmen sie gegen den Strom, springen sogar Stromschnellen hinauf. Von dem Moment an, in dem die Lachse aus dem Meer ins Süßwasser gelangen, nehmen sie keine Nahrung mehr zu sich und verbrauchen auf ihrer letzten Reise sämtliche Energien. Nachdem sie sich zu guter Letzt fortgepflanzt haben, ist ihre Fettschicht aufgebraucht und die Körper schwach. Sie sterben sofort. Es gibt nur eine Erklärung, für das aufopferungsvolle Verhalten des Lachses: Dieser Fisch folgt einem System, welches Gott selber für ihn erstellt hat. Dass sie zum Laichen in die Süßwassergebiete, in denen sie geboren wurden zurückkehren, dafür eine vorgegebene Zeit errechnen und trotz schwerster Bedingungen diese Reise nicht abbrechen…nichts von alledem kann ein Fisch aus freiem Willen bewerkstelligen. Und kein Fisch kann aus eigenem Entschluss so geplant vorgehen und eine solche Opferbereitschaft aufbringen. |
Wenn die Jungen geschlüpft sind, bleiben sie noch eine Weile in diesem Kokon. Wenn die Zeit reif ist, verlassen sie ihn und Klettern dem Weibchen auf den Rücken. So transportiert sie die Jungen. Bei einigen Arten sind es so viele Jungen, dass die kleinen Spinnen schichtweise den Rücken des Weibchens bedecken. Soweit bekannt ist, können die Jungen während dieser Zeit keine Nahrung aufnehmen.
Eine andere Art der erstaunlichen Wolfsspinne reißt im Juni/Juli, wenn die Jungen dabei sind zu schlüpfen, den Kokon ab und spinnt ein Zelt darüber. Neben dem Zelt hält sie Wache. Wenn die Jungen geschlüpft sind, bleiben sie noch eine geraume Zeit in diesem Zelt, bis sie voll entwickelt sind. In dieser Zeit häuten sie sich zwei Mal, dann zerstreuen sie sich in alle Richtungen.77
Es regt sicherlich zum Nachdenken an, dass ein Tier wie eine Spinne Zärtlichkeit, Aufmerksamkeit und Treue zeigt.
Das Weibchen des Lethocerus, einer Wasserkäferart, legt ihre Eier auf einem Zweig, der auf dem Wasser schwimmt. Das Männchen taucht häufig ins Wasser und klettert dann zurück auf den Zweig, um das Wasser über den Eiern zu zerstäuben. Außerdem hält er angriffslustige Käfer von dort fern. Das Weibchen des Belostoma, ebenfalls ein Wasserkäfer (den man häufig in Freibädern antrifft) verhaftet die Eier mit einer Art Klebstoff auf dem Rücken des Männchens. Das Käfermännchen muss auf der Wasseroberfläche schwimmen und den Eiern Luft zufächeln. Stundenlang besprüht er die Eier mit Wasser, während er seine Füße im Wasser hin und her bewegt oder sich an einem Ast festhält.
Auf ähnliche Art und Weise schützen auch Sumpfkäfer wie der Bledius, Bembidion oder Heterocerus ihre Eier davor, dass sie während der Gezeiten ertrinken. Die Form ihres Geleges erinnert an eine enghalsige Flasche, welche sie beim Ansteigen der Flut verstopfen und wieder öffnen, wenn die Wasser sinken.79
| Im Sycamore Canion in Arizona trägt das Männchen der Wasserwanze (Abedus Herberti) die befruchteten Eier auf seinem Rücken. Die Eier bringt das Weibchen auf seinem Rücken an. Bei dieser Käferart ist der Vater sehr führsorglich mit seinem Nachwuchs und bemüht sich die Eier warm zu halten und zu belüften. 78 |
In dem Erdloch, das ungefähr so groß ist wie der Körper der Biene, richtet sie ein Kinderzimmer ein, das groß genug für das Ei und Nahrung ist. Dann verschließt sie das Erdloch und geht auf die Jagd nach Käfern.
| Er ist Gott, der Schöpfer, der Urheber, der Formgebende. Sein sind die schönsten Namen. Ihn preist, was in den Himmeln und auf Erden ist; Er ist der Mächtige, der Weise. (Sure al-Haschr, 24) |
Nachdem die Wildbiene Nahrung und Unterkunft für ihr Ei sichergestellt hat, muss sie für deren Sicherheit sorgen. Jetzt verschließt sie vorsichtig mit Erde und Kieselsteinen den Eingang zum Nest. Wie einen Hammer verwendet sie einen Kieselstein, den sie in ihrem Kiefer hält, um die Umgebung des Nestes platt zu drücken. Zuletzt fegt sie mit ihren behaarten Beinen über den Boden und fegt ihn so lange Glatt, bis der Eingang zum Nest komplett unsichtbar geworden ist. Das Nest ist vollständig getarnt, doch das reicht der Biene noch nicht aus. Daher gräbt sie in der Nähe noch zwei oder drei Löcher, die als leere Fallen dienen. Im Inneren des verschlossenen und gesicherten Nestes kann die Larve sich mittels des bereitgestellten Futters eigenständig entwickeln und wenn sie erwachsen ist alleine herauskommen.80
| Alle Tierkinder sind so erschaffen, dass sie Barmherzigkeit und Liebe wecken Die Sandbiene vollbringt große Mühen für ihr Junges, welches sie nie zu Gesicht bekommen wird. Sie legt ein Nest an und lagert dort auch Futter für den Nachwuchs ein. |
| Die Jungtiere der meisten Tierarten sind von ihrem Aussehen und Verhalten so gestaltet, dass die Erwachsenen ihnen mit viel Liebe begegnen. Sie gewinnen diese Eigenschaft dadurch, dass sie meist sehr runde Gesichter und verhältnismäßig große Augen, dicke Wangen und eine gewölbte Stirn haben. Bei manchen Arten unterscheidet sich auch die Farbe des Nachwuchses von den Erwachsenen. Während beispielsweise erwachsene Paviane dunkelgrün sind, sind die Jungtiere schwarz und rosa. Das erweckt das Interesse der anderen Tiere in der Population. Es wurden sogar einige Weibchen beobachtet, die die Jungtiere von ihren Müttern entführt haben und sich selber darum gekümmert haben. Dieses Verhalten hört auf, wenn die Jungtiere ihre schwaz-rosa Färbung verlieren und anfangen die Farbe der ausgewachsenen Tiere anzunehmen. |